Reisebericht ins Hahnenmoos 2011

Ein Wochenende im Hahnenmoos

Caroline und ich waren das erste Mal im Hahnenmoos. Um es vorweg zu nehmen, es hat sich gelohnt. Dieser Bericht soll allen Lust machen auch einen Ausflug auf das Hahnenmoos zu machen.

Ausschlaggebend das wir gehen konnten war die Tatsache das wir noch ca. 2 Wochen vorher ein Zimmer bekommen haben.

 

Anfahrt

Wir sind am Mittwochabend nach dem Arbeiten um ca. 16:30 Uhr in Winterthur abgefahren. Dies war keine sehr gute Entscheidung, da wir um diese Zeit natürlich voll im Stau standen. Den Stau hatten wir aber vor dem Stelzen Tunnel ziemlich hinter uns. Danach ging es im Stockenden Verkehr weiter ;-) … egal wir hatten ja Feierabend und ein schönes Wochenende vor uns, deshalb konnte uns auch nichts die Laune verderben.

Da um 20:00 Uhr die Küche schliesst und wir merkten das wir um diese Zeit noch nicht auf dem Hahnenmoos sind durften wir uns melden damit sie uns noch etwas zu Essen auf die Seite stellen. Diese Gelegenheit nahmen wir natürlich war.

Bis nach Spiez hat man nur Autobahn vor sich, danach geht es rechts weg nach Adelboden. Von da an wird es ein wenig kurvenreicher. Nach Adelboden wird die Strasse zunehmend enger, man hat permanent das Gefühl das man hier sicherlich falsch ist, weil man wahrscheinlich nach der nächsten Kurve entweder einen Fuchs sieht der einem Hasen einen Gutenachtkuss gibt, oder man fährt direkt in den Arsch der Welt.

Auf der Hahnenmoosstrasse kommt man irgendwann an eine Haltestelle einer Luftseilbahn. Hurra Geils haben wir erreicht … denkst de … von da an geht es links Richtung Geils und das Gefühl endlich den Arsch der Welt zu sehen nimmt zu.

Irgendwann erreicht man dann doch Geils. In Geils findet man eine Schranke rechts neben der Luftseilbahn die zum Hahnenmoos führt. Diese darf man für 5 CHF von abends um 17:00 Uhr bis morgens um 09:00 Uhr passieren. Den Geldautomaten für die Schranke findet man links in einem kleinen Unterstand in der Talstation der Luftseilbahn. Von da an sind es noch ca. 5min. bis ins Hahnenmoos.

Man möge mich nicht falsch verstehen, ich habe die Fahrt sehr genossen… einfach Natur pur.

Ankunft

Die Ankunft war mehr als herzlich sowohl von den Wirtsleuten wie auch von unseren Mitgliedern. Frau Spori hat uns willkommen geheissen, uns die Zimmerschlüssel gegeben und dafür gesorgt dass wir das Nachtessen noch bekommen. Dani Kroll hat uns danach geholfen einen Platz zu finden wo wir unsere Flugmodelle platzieren konnten. Danach hat uns Sigi aufs Zimmer gebracht, - lässt viel Raum für Gedanken – damit wir unser Gepäck deponieren konnten.
 

Der erste Tag (Donnerstag)

Wir sind um ca. 08:00 Uhr aufgestanden und machten uns sofort ans Frühstück.  Für das Frühstück hat es alles was es so braucht, ok Salami hätte es mehr haben können, dafür war das Brot echt fantastisch. Aus modernen Kaffeemaschinen kann man Kaffee  in allen Variationen selber „zapfen“. Der Espresso Macchiato ist ein echter Geheimtipp.

Nach dem Essen machten wir uns daran das Auto nach Geils zu fahren, da es wie bereits erwähnt spätestens um 09:00 Uhr in Geils sein muss. Auch hier muss die Schranke wieder mit 5 CHF gefüttert werden damit sie einem durchlässt. Mit der Gondel sind wir wieder nach oben gefahren, dabei kann man sehr gut den Flug hang vom Schalmi sehen.

Leider kam danach ziemlich viel Nebel auf, was ein Fliegen fast unmöglich machte. Diverse Mitglieder versuchten uns beizubringen wie die verschiedenen Fluggebiete heissen, natürlich machten wir uns daran diese so schnell wie möglich auswendig zu lehren. Da es nicht allzu viele sind ist das auch nicht so schwer. Schalmi, Metschstand, Luegli, der Skilift, Lavey und das Bänkli.

 


Hahnenmoos auf einer größeren Karte anzeigen

 

Trotz dem nebligen Wetter konnten wir noch beim Restaurant und Massenlager ein wenig die Nuris rausschmeissen. Um den Nebel herumzufliegen ist eine ganz besondere Herausforderung. Zeitweise waren ca. 7-10 kleine Modellflieger aus EPP in der Luft was natürlich zu einem Dogfight einlud. Ich muss sagen das macht irre viel Spass. An alle die „nur“ 5 Meter Scale Segler haben, schafft euch so ein kleines EPP Teil an, es mach wirklich Spass.

Der zweite Tag (Freitag)

Der Freitag sollte eigentlich Wettertechnisch besser werden, doch leider ging da auch nicht viel. Begonnen hat der Tag, neben dem essen, mit ein paar Flügen mit dem Nuri direkt beim Hotel. Später gingen wir zu Skilift ich nahm meine E-Alpina mit, genau das richtige wen mal Thermisch nichts geht. Sigi wies mich in das Fluggebiet ein, vor allem machte er mich auf die Landebahn aufmerksam da in dieser noch ein Abfluss aus Beton zu finden ist. Besser ist es natürlich wenn man den Abfluss bei der Landung nicht findet.

Leider ging Thermisch nicht sehr viel, besser gesagt gar nichts. Ich bin aber sicherlich auch keine Referenz da ich kein guter Thermikpilot und noch nie so wirklich Alpin geflogen bin.

Nach einem kurzen Flug, übrigens habe ich den Abfluss bei der Landung nicht gefunden, sind wir wieder Richtung Hotel um die Flugkunst mit dem Nuri zu verbessern. Es war wiedermal ein Dogfight angesagt. Nach einem Abschuss von Davids Motte und ein paar Partnerlandungen ging nicht mehr viel dank des Nebels.

Später haben wir unseren Flugplatz ans Bänkli verlegt. Leider war es aber bei ca. 5 Grad Celsius ein wenig zu kalt um länger fliegen zu können.

Es empfiehlt sich also auch im Sommer Wintersachen mitzunehmen.

Der letzte Tag (Samstag)

Am Morgen sah es wieder so aus als ob es keinen Flugtag geben wird. Caroline wurde das rumsitzen langsam zu kalt und wir gingen kurzerhand auf Wanderschaft. Unsere Tour ging vom Hotel aus Richtung Regenbolzhorn wo wir danach rechts auf den Metschstand liefen. Danach ging es kurz Richtung Lenk und zurück zum Hotel. Das ganze dauerte ca. 2 Stunden. Es war Wunderschön, wir  hatten einen schönen Ausblick auf Adelboden, die Simmenbachfälle und Lenk.

Als wir zurück kamen war Sigi und Thomas am Skilift fliegen. So wie sie es erzählten musste es nicht schlecht gegangen sein. Thomas wollte leider einen anderen Flieger landen was irgendwie nicht ging. Laut seinen Aussagen machte dieser keinen wank als er ihn nach rechts steuern wollte. Ein lauter Knall neben ihm verriet dann das es nicht sein Flieger war den er steuern wollte. Tja das war wahrscheinlich nicht das beste Wochenende der Kneubühler Brüder.

Irgendwie wollte ich auch noch einen Flug machen aber ich war einfach zu Müde. 2000 MüM sollte man nicht überschätzen. Einfach rumzusitzen bis es Abend wurde wollte ich dann aber doch nicht und habe kurzerhand meine Alpina rausgeschmissen. Es hat sich gelohnt da ich ziemlich oft Thermik Anschluss hatte.

Um 16:50 Uhr machten wir uns auf das Auto zu holen. Wir nahmen nicht die Luftseilbahn sondern schnappten uns ein Trotti, was irre viel Spass macht. Nach dem ich mit dem Auto wieder oben war haben wir alles verladen und machten uns auf den Heimweg. Kurz nach dem wir das Auto starteten stand David vor uns der von der Lavey kam. Er sagte dass es echt spitze gewesen sei.

Fazit

Obwohl wir nicht so tolles Wetter hatten würde ich immer wieder ins Hahnenmoos gehen. Dies nicht zuletzt wegen dem guten Essen und der überdurchschnittlichen Gastfreundschaft. Der Hahnenmoospass lädt geradezu ein um ein wenig zu Wandern, was auch den Modellfliegerfrauen zugutekommt.