Hahnenmooslager 2012

Wie jedes Jahr findet die Hahnenmooswoche in der Kalenderwoche 25 statt. Mittlerweile ist jeder selber um ein Zimmer bemüht, welches Telefonisch oder auch via Internet  auf www.hahnenmoos.ch buchbar ist. Falls jemand neuer Interesse hat auch mitzukommen sollte derjenige nicht lange überlegen und sofort Buchen, je früher je besser. Die Zimmer sind immer sehr gut ausgelastet, welches ein spontanes Buchen verunmöglicht.  Natürlich gibt es auch die Möglichkeit in Adelboden oder sonst wo ein Zimmer zu buchen und dann mit der Luftseilbahn von Geils ins Hahnenmoos zu kommen. Sicherlich findet sich für dein Modell auch noch einen Platz im Hotel damit du es nicht jeden Tag nach oben schleppen musst.

Dieses Jahr waren 16 aktive Mitglieder dabei. Natürlich würden wir uns freuen wenn es mehr werden. Wir haben immer eine gute Stimmung, sowohl beim Nachtessen wie auch beim gemütlichen zusammensitzen.

Da Caroline und ich nicht die ganze Woche im Geschäft frei nehmen konnten, fuhren wir am Mittwoch um 15:30 Uhr in Winterthur ab. Für alle die es auch so machen wollen sei gesagt das dies wahrscheinlich die späteste Zeit ist um loszufahren, denn wenn man später losfährt kommt man unweigerlich in den Stau. Siehe auch hier.  Dank dem das wir keinen Stau hatten sind wir nach ca. 3 Stunden im Hotel angekommen und konnten so alles ausladen und mit allen das Nachtessen geniessen.

Laut den anderen war es auch gar nicht so schlimm dass wir erst am Mittwochabend gekommen sind den  die besten Flugbedingungen hatten Sie am Samstag und Sonntag davor. Von Montag bis Mittwoch waren nur mässige Bedingungen.

Donnerstag

Am Donnerstagmorgen nach dem Frühstück haben wir zuerst ein paar kleine Flieger direkt am Hotel rausgeschmissen. Danach hat uns Sigi geraten zum Lavey zugehen. Wir haben den Rat angenommen und sind den steilen Aufstieg hinauf. Während dem Aufstieg kommt einem doch das eine oder andere Mal der Gedanke: „Scheiss Hobby“. Sobald man aber oben ist entschädigt einem das Wunderschöne Panorama für alles.

Als wir hochgekommen sind, waren Sigi, HG und weitere bereits am Fliegen. Da ich noch nie im Gebirge mit der Pace geflogen bin wartete ich bis Sigi meinte dass es jetzt gut sei. Natürlich kam es so wie es kommen musste. Erst kam der Regen, dann drehte sich der Wind, was ein fliegen verunmöglichte. Also Pace auseinanderbauen und ungeflogen nach unten tragen. Ich bin Ehrlich, da kam mir das zweite Mal der Gedanke: „Scheiss Hobby“.Unten angekommen machten sich Daniel Baumann und David Bender daran die grosse Show vorzubereiten. Anscheinend machten sie die ganze Woche ein grosses Geheimnis um das Flugobjekt das am Donnerstag vorgeflogen werden soll. Selbst beim Zusammenbau wollten Sie nicht sagen was daraus wird. Schnell war aber klar das werden zwei Monstermotten. Sie wollten es sich nicht nehmen lassen noch vor dem Nachtessen auf den Schalmi zu gehen um die zwei Motten einzufliegen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es sehr viele Spekulationen ob die Dinger fliegen werden. Da kamen Kommentare wie: „Ein bisschen Wind, und die liegen ganz wo anders“ oder „Das labbrige Zeugs wird sicher brechen“. Da niemand sagen konnte wie es fliegt sind also alle auf zum Schalmi um das Spektakel mit anzusehen.

Dani Kropf nahm sich die Motte von David und warf ihn von der Krete. Ich denke es waren alle überrascht wie die Motte flog, das hatte doch niemand gedacht. Es war der absolute Hammer wie langsam und Majestätisch die Motte ihre Runden an der Hangkante machte. Kurz darauf übergab  Dani Kropf die Motte von Dani Baumann dem Element. Die Begeisterung sowohl von den Piloten wie auch allen Anwesenden war lautstark zu hören.

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Die Show war perfekt, weder der beginnende Regen noch die Aussenlandungen konnte die Begeisterung trüben. Natürlich war nicht alles perfekt, ich denke bis das Lachen aus den stolzen Piloten Gesichtern verschwunden ist werden noch ein paar Tage vergehen. Ich denke auch der folgende Regenbogen zeigte uns ein lächeln. Vielleicht müsste man dafür das Bild drehen.

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Freitag

Am Freitagmorgen ging nicht viel vor allem nicht bei Caroline und mir. Nach dem Frühstück gingen wir zuerst noch eine Stunde schlafen. Da das Wetter nicht perfekt war sind wir beim Hotel geblieben. Bruno Sieber wollte seinen Cularis fliegen, da das Ding aber nicht optimal flog haben Christoph und ich das Modell eingeflogen. Das nahm doch einige Zeit in Anspruch da der Schwerpunkt überhaupt nicht stimmte. Als dann der Schwerpunkt einigermassen stimmte hatten wir Probleme mit dem Regler. Da unter anderem keine Bremse programmiert war machten wir uns daran den Regler neu zu programmieren. Das stellte sich jedoch als nicht ganz einfach heraus, da der Unterschied zwischen ein, zwei oder dreimal piepsen mit dazwischenliegenden Vogelgezwitscher und der Melodie von Smoke on the Water kaum zu erkennen war in welchem Menü man sich befindet. Er flog auch so, jedoch werde ich mich in Wittenwil nochmals darum kümmern den Regler neu zu programmieren.

Wie erwähnt spielte das Wetter nicht optimal mit keiner wusste so genau wo fliegen. Eigentlich ist es ja ganz einfach wenn man nicht weiss wo fliegen nimmt man sich ein paar kleine Flieger und geht ans Bänkli. Das haben Christoph, Manuel, Sandro, Caroline und ich auch getan. Es war ein riesen Gaudi und schnell hat sich herausgestellt das beste Kampf Modell der Nuri ist (das bleibt aber unter uns, da andere das anders sehen).Der Hunger kam und so haben wir uns entschlossen eine Pizza zu essen. Sigi der am unteren Tisch gesessen hatte, meinte die etwas komisch fliegenden Moswey II von Carlo gesehen zu haben. Carlo ging an den Skilift mit seiner Moswey fliegen was also durchaus sein konnte. Christoph wollte es genauer wissen und lief hinter das Hotel um genaueres zu sehen. Als er zurückkam, der Schock, die Moswey sei weit unten neben dem Bauernhof in die Wiese eingeschlagen und total zerschmettert. Sie habe mehrere Loopings gemacht und es hat total unkontrolliert ausgesehen. Als Carlo kam meinte er, er habe keinerlei Kontrolle mehr übers Modell gehabt. Wahrscheinlich wäre es ein komplettausfall des Senders.

Christoph die Kinder, Dani und natürlich Carlo machten sich auf die Moswey zu bergen. In dieser Zeit haben sich ein paar Gaffer am Bänkli versammelt um zu sehen was passiert war. Ich habe immer ein paar Fotos gemacht um das ganze grösser zu sehen.

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Dann die Sensation, trotz des heftigen Einschlages war lediglich eine Fläche gebrochen. Alles andere hatte keinen Kratzer. Im Nachhinein meinten dann doch einige dass wahrscheinlich eher die Stromversorgung im Flieger schuld war. Carlo schickt seinen Sender jetzt doch mal in den Service um zu sehen ob alles in Ordnung ist.

Da Sigi meinte dass es am Schalmi sicherlich gut gehe ging er auf zum Schalmi. Ich habe der ganzen Sache nicht wirklich getraut und bin wieder ans Bänkli. Kurz darauf lag der gesamte Schalmi im Nebel. Sigi hatte sich zum zweiten Mal in der Wahl des Flugplatzes vertan. Daraus folgte mein Entschluss, mich in Zukunft an HG zu halten.

Am Abend gab es dann am Bänkli nochmals eine Mottenshow. Dabei versammelten sich viele Hotelgäste um das Schauspiel mitanzusehen. Die einen konnten es nicht lassen die kleinen Motten auch hinauszuschmeissen um das grosse Ding zu attackieren. Es war echt lustig mitanzusehen wie die kleinen Flieger am grossen einfach abprallten. Es sah aus wie ein grosser Wal mit seinen Putzer Fischen die ständig um den Wal herum geschwommen sind.

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Samstag

Am Samstagmorgen packten wir alles zusammen da wir das Zimmer bis 11:00 Uhr geräumt haben mussten. Das Gepäck stellten wir zu unseren Modellen. Wieder unsichere Wetterlage, weshalb ich dachte ich nehme den L-Spatz und mache ein paar Flugversuche beim Hotel. HG meinte nur trocken wir gehen ins Lavey und er fände es gut wenn ich die Pace und den L-Spatz mitnehme. Eigentlich war ich ja der Meinung, dass ich ihm folgen werde. Caroline und ich hatten immer noch schwere Beine vom letzten Mal Lavey. Aber irgendwie wollte ich mein Wort nicht brechen und sagte spontan dass wir auch kommen jedoch nur mit der Pace. Und da war er wieder der Böse Gedanke: „Scheiss Hobby“.

Oben auf dem Lavey angekommen waren noch keine guten Flugbedingungen weshalb ich gedacht habe wir könnten wenigstens ein paar Fotos machen.

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Ca. eine Stunde später hat dann Urs Pircher seine Pace über die Kante geworfen. Als ich gesehen habe dass es nur aufwärts ging hat es mich auch gepackt. Sigi hat dann mein Modell geworfen, an dieser Stelle nochmals vielen Dank an Sigi. Nachdem die Pace zuerst Fahrt holen musste ist sie doch 13m abgesoffen. Kurz danach ging es aber einfach nur rauf. Dabei hatte ich nur einen Gedanken: „GEILES HOBBY“. So nebenbei, ich kann auch nur hoffen dass mein Lachen auch irgendwann aus meinem Gesicht verschwindet. So bin ich mit einem Adler geflogen der mich zuerst attackieren wollte und gleich danach bin ich mit ihm in der Thermik gekreist. Was für ein Bild. Natürlich konnte ich es nicht lassen ein paar Speed Flüge zu machen. Laut GPS bin ich auf 355 Km/h gekommen. Es fehlt also nur noch 45 km/h. Nächstes Jahr werde ich sie auf ballastieren und sie an der Kante raus flitschen. Wäre doch gelacht wenn wir die 400 km/h nicht schaffen.

Nach dem ich eine gute halbe Stunde in der Luft war ging es ans landen. Sigi hat mir vorher genau gesagt wie ich am besten zu landen habe. Trotzdem war ich vor der Landung ein wenig nervös, denn immerhin ist das Gelände nicht flach. Dabei bin ich vor der Landung noch ein wenig rumgekurvt bis ich endlich den Mut hatte zu landen. Es war eine absolut saubere Landung, ich war mächtig stolz auf mich und dachte „GEILES HOBBY“.

So gingen 3 wunderschöne Hahnenmoos Tage rum. Da die Trottinetts mittlerweile 16 Fr. kosten sind wir nach Geils gelaufen um das Auto zu holen. Natürlich habe ich mir es nicht nehmen lassen einen Easyglieder herunterzufliegen, ich dachte einfach nur laufen sei zu langweilig.

Nach dem wir das Auto gepackt hatten machten wir und auf den Heimweg.

Ich hoffe ich konnte euch Hahnenmoos ein wenig Schmackhaft machen. Caroline und ich sind nächstes Jahr auf jeden Fall wider dabei wenn es heisst: Hahnenmooslager 2013.